[Agapornis roseicollis|Agapornis personata]
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Bereits in meiner Jugend habe ich nach Erfahrungen mit Wellensittichen Rosenköpfchen gehalten und gezüchtet. Später haben wir wegen Zeit- und Platzmangel die Pflege dieser interessanten Vögel aufgegeben. Vor einigen Jahren ist aber einem Nachbarn ein Agapornide dieser Art zugeflogen, den wir aufgenommen haben. Es ist ein recht zahmes, etwas bissiges Exemplar der pastellblauen Mutation. Seine Unart, sich zu rupfen, hat er bis heute nicht aufgegeben. Wir haben ihm einen Partner resp. eine Partnerin gesucht. Mit diesem Paar hatten wir wieder Lust, zu züchten und konnten einige Jungtiere aufziehen. Jetzt ist das Paar im Pensionsalter. Zur Zeit halten wir nebst den Stammeltern noch ein Zuchtpaar dieser Art und einige Jungvögel. |
Verbreitung und Lebensweise
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Agapornis roseicolli stammen aus dem südlichen Afrika. Sie bewohnen trockene Baumsavannen entlang von Flussläufen. Sie kommen sowohl in ihrer Heimat als auch in Gefangenschaft häufig vor. In der Natur leben die Vögel paarweise und in Gruppen. Ihre Rufe sind hoch und schrill, metallisch klingend, recht laut. Sie fressen, Samen, Beeren, Früchte. Ab Februar, März beginnen sie mit der Brut. Es sind Koloniebrüter, die in Felsnischen, Nischen von Mauerwerk oder auch in Gemeinschaftsnestern von Webervögeln brüten. In Gefangenschaft werden viele Mutationen gezüchtet, am häufigsten die pastellblaue, daneben gibt es gelbe, gescheckte, weisse Mutationen. Persönlich ist mir die Wildfarbe am liebsten. |
Haltung
In Gefangenschaft sind Rosenköpfchen pflegeleicht und ausdauernd, eignen sich für „Anfänger“ in der Vogelhaltung. Am besten hält man sie paarweise. Bei Gruppenhaltung ist darauf zu achten, dass alle Tiere gleichzeitig in die Voliere gesetzt werden, sonst kommt es bei den streitsüchtigen Tieren unweigerlich zu Beissereien. Auch mit anderen Vogelarten vertragen sie sich schlecht.
Wegen der recht lauten Stimmen sind sie für eine Haltung in der Wohnung nur bedingt geeignet. Die Geschlechter unterscheiden sich äusserlich kaum. Die Weibchen haben eine etwas breitere Beinstellung. Die Beckenknochen, welche man auf Höhe der Kloake ertasten kann, stehen beim Weibchen (0.1) weiter auseinander als beim Männchen (1.0).
Wir halten die Vögel in einer Gartenvolière in Element-Bauweise. Da wir kein Schutzhaus haben, zügeln wir die Tiere im Winter in eine Zimmervoliere (Senn-Volièren, www.volieren.ch) im Wintergarten. Zusätzlich stehen noch einige alte Zuchtboxen zur Verfügung, wenn Vögel separiert werden müssen.
Als Grundfutter erhalten die Vögel eine Körnermischung (Grossittich- und Kleinpapageinmischung Hammer). Daneben Hirsekolben, Keimfutter, Früchte, vor allem Aepfel. Halbreife Grassämereien im Sommer. Grünfutter, hauptsächlich Löwenzahnblätter..
Zusätzlich erhalten sie einmal in der Woche ein Weichfutter mit geraffelten Möhren (Cédé-Aufzuchtfutter oder Quiko-Aufzuchtfutter). In der Aufzuchtzeit wird dieses täglich gereicht und mit Vitaminen angereichert. Frisches Wasser und eine Schale mit Sand sollen immer zur Verfügung stehen. Eine Badegelegenheit wird geschätzt.
Daneben ist es wichtig, stets frische Zweige von Sträuchern und Bäumen zu reichen, um das enorme Nagebedürfnis der Vögel zu befriedigen. Am liebsten werden Weidenzweige bearbeitet. In der Brutzeit sind die Zweige als Nistmaterial unentbehrlich.
Zucht
In Gefangenschaft haben sich handelsübliche Wellensittich-Nistkästen bewährt, es werden sowohl Hochformat- als auch Querformatkästen mit Einfluglöchern von 4,5 – 5 cm Durchmesser werden angenommen. Auch Naturstammkästen sind akzeptiert. Man kann den Boden des Kastens mit einem flachen Rasenstück, dessen Wurzeln nach oben liegen, belegen, damit die Luftfeuchtigkeit des Kastens optimal bleibt, es ist aber nicht unbedingt nötig. Werden mehrere Paare in der Volière gehalten, sollen mehr Kästen als Paare auf möglichst der gleichen Höhe aufgehängt werden, damit es zu weniger Streitereien kommt.
Die Vögel bauen in diesen Kästen aus Rindenstreifen von Weichholzästen (Weiden) Nester. Es ist immer wieder interessant zu beobachten, wie sie die Zweige entrinden und die Rindenstücke ins Gefieder stecken und so in den Kasten transportieren.
Es werden 3-7 Eier im Abstand von 2 Tagen gelegt. Die Brutdauer ist 21-22 Tage. Während der ganzen Zeit werden frische Rindenstreifen zum Nest gefügt. Bei sehr trockener Witterung sprühe ich die Kästen mit einer Pflanzenspritze zusätzlich mit Wasser etwas ein.
Die Jungen fliegen nach 32-38 Tagen aus. Sie unterscheiden sich in der Färbung noch von den Alttieren, sie sind blasser, das kräfti rote Stirnband fehlt, der Schnabelansatz ist schwarz. Nach weiteren zwei Wochen sind die Jungtiere selbständig. Man muss sie häufig von den Alttieren trennen, da das Weibchen schon wieder mit der nächsten Brut beginnen will und aggressiv gegenüber den Jungen reagiert.
Wir lassen höchstens zwei Bruten pro Jahr zu.
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Auch von diesen Vögeln, deren bunte Farben mich schon immer fasziniert haben, besass ich vor Jahren ein Paar. Dieses hat aber nie gebrütet. 1999 habe ich von einem Züchter, der die Vogelhaltung aufgeben musste, eine Gruppe Schwarzköpfchen übernommen. Es handelte sich um zwei Paare und ein einzelnes Weibchen. Mit diesen haben wir schon etliche Jungtiere aufgezogen, allerdings ist das eine Männchen entflogen und das andere letztes Jahr verstorben. Unterdessen haben wir wieder 2 Zuchtpaare zusammenstellen können. Obwohl wir eigentlich nur reinerbig wildfarbige Vögel halten wollten, hat eines dieser Paare letztes Jahr zwei blaue Junge aufgezogen. |
Verbreitung und Lebensweise
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Diese kleinen Afrikaner leben hauptsächlich im Nordwesten Tansanias. Die Vögel sind sowohl im Ursprungsgebiet als auch in der Vogelhaltung häufig. Die Wildvögel bewohnen Grassavannen, die von Akazienbäumen durchsetzt sind. Sie leben paarweise, nach der Brutzeit auch in Schwärmen. Ihre Nahrung ist ähnlich, wie die der Rosenköpfchen. Ihre Stimme ist etwas angenehmer, als die der Agapornis roseicolli.sie Brüten v.a. in hohlen Baumstämmen (Affenbrotbäume). Auch sie stellen eine Nest aus Rindenstücken, Zweigen und Blatteilen sowie Grashalmen her, das Nest ist umfangreicher als das der Rosenköpfchen und üblicherweise überdacht. |
Haltung
Die Vögel sollten paarweise gehalten werden. In grösseren Gartenvolièren ist auch eine Haltung in grösseren Gruppen möglich. Auch hier kommt es aber gerne zu Beissereien. Auch die Russköpfchen sind einfach zu halten und zu züchten, sind aber etwas weniger robust als die Rosenköpfchen. Bei uns wohnen sie in Elementbau-Volièren wie die Rosenköpfchen.
Fütterung
Unsere Schwarzköpfchen erhalten dasselbe Futter wie die Agapornis roseicollis.
Zucht
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Auch für Schwarzköpfchen können Wellensittichnistkästen verwendet werden. Hier eignen sich aber die hochformatigen Kästen besser. Man sollte sie an der Hinterwand öffnen können, um eine Nestkontrolle zu ermöglichen. Wegen des überdachten Nestes ist sonst der Blick von oben auf den Nestinhalt erschwert.
Auch den Schwarzköpfchen muss ständig frisches Nestmaterial angeboten werden, vor allem Weichholzäste wie Weiden und Haselstrauch. Daneben werden Strohhalme und Blätter, auch die Ueberreste der als Futter gereichten Kolbenhirse ins Nest eingebaut. Nur das Weibchen trägt das Nistmaterial mit dem Schnabel in den Kasten. Es werden 4-6 Eier im Abstand von 2 Tagen gelegt, die nur vom Weibchen bebrütet werden. Das Männchen schläft nachts zwar meist auch im Kasten. Nach ca. 22 Tagen schlüpfen die Jungen. Nach weiteren 37 bis 40 Tagen verlassen sie das Nest. Sie sind schon fast gleich gefärbt, wie die Alttiere, der Kopf ist etwas mehr braunschwarz, der Schnabel am Anfang etwas heller orangerot, im Brustgefieder noch mehr orangegelbe Federn, die ausgefärbten Tiere haben häufiger ein reingelbes Brustband. Die Jungen werden noch gut zwei Wochen vom Männchen gefüttert. Wenn man den Nistkasten belässt, müssen die Jungen auch von den Eltern getrennt werden, sonst zeigen die Alttiere aggressives Verhalten. Auch diese Vögel lassen wir höchstens zwei Mal im Jahr brüten.
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